Suedwesttour

Nach einem verregneten Sonntag in Perth bin ich zu meiner Suedwesttour am Montag morgen aufgebrochen. Von Perth aus ging es mit ca. 17 Gleichgesinnten (ueberraschenderweise auch ein paar Vertreter deraelteren Generation) gen Sueden. Erster Stop war das Dolphin Discovery Centre in Bunburry, wo wir leider keine Delphine gesehen haben. In Busselton ist die groesste Attraktion ein Steg am Hafen, fuer den man auch noch Eintritt bezahlen sollte. Die Nigli-Cave, eine Weinverkostung und Margeret River, ein Surfer- und Weinstaedtchen, rundeten den Tag ab. Geschlafen haben wir in Pemberton, in the Middle of Nowhere in einem Cottage, wo wir den Abend mit einem BBq ausklingen lassen haben.
Frueh los ging es am naechsten Tag, und zwar hiess es als erstes einen Baum beklettern: Bicentenial Tree, ca. 75 m hoch und wurde frueher als Sichtungspunkt fuer Buschbraende genutzt. (Den Muskelkater vom Runtersteigen habe ich noch 3 Tage spaeter, aber ich war eine der wenigen, die sich bis ganz hoch getraut hat). Weiter ging es zum Valley of the Giants, wo man auf Haengebruecken zwischen den Baumkronen riesiger Baeume herumlaeuft (Tree Top Walk). Nachdem wir noch die Gap und die Natural Bridge bewundert haben, waren wir abends in Albany, eine der ersten Siedlungen in WA.
Am naechsten Morgen verliessen wir Albany nicht ohne noch einen Blick ueber den Hafen zu werfen. Danach ging es in die Stirling Rangers zur Buschwanderung, der ich mich aufgrund meines Muskelkaters verweigert habe. Mittags (am Bluff Knoll, hoechster Punkt) hiess es Abschied nehmen von einem Teil der Gruppe, der nach Perth zurueck gefahren ist. Nach einer ermuedenden Fahrt sind wir in Esperance angekommen.
Donnerstag war der Nationalpark Cape Le Grand an der Reihe mit quietschenden Sandstraenden (aufgrund des hohen Siliciumanteils)- schneeweiss und obergeil. Heute habe ich mich mal der Wanderung angeschlossen zur Lucky Bay. Danach sind wir entlang des Great Ocean Drives gefahren und haben einige der schoensten Straende gesehen und den Pink Lake (der aufgrund von Bakterien eigentlich pink ist, durch den Regen aber sind sie anscheinend abgestorben). Esperance an sich ist ziemlich ruhig. Morgen geht es ueber den Wave Rock, einen Hundefriedhof in Corrigin und York nach Perth (was ueber 800km und somit um 5 aufstehen bedeutet). Mein Wochenende werde ich in Narrogin verbringen, um endlich mal Fotos von meinen Aufenthaltsorten zu machen.

1 Kommentar 19.4.07 10:36, kommentieren

Nur noch 3 Tage

und dann geht es zurueck nach Perth.
Die Woche hat sich als ganz lustig rausgestellt. Kelly, meine Arbeitskollegin, hatte sich vor ein paar Wochen bei der Konkurrenz beworben und hatte gestern ein erfolgreiches Vorstellungsgespraech. Somit verlaesst sie das sinkende Schiff am Samstag und sie war ganz ueberrascht, dass ich ja auch am Wochenende abhaue. Da wurde Ike so ueberschaeumend, dass er ihr gesagt hat, sie brauche auch fuer den Rest der verbleibenden Woche nicht wiederkommen. Von 3 Barmaedels ist nun noch die traegeste und nutzloseste uebrig. (Wenn man den Gaesten mal so zuhoert:" Die steht ja nur rum und starrt Loecher in die Luft und ich verdurste. Was fuer eine langsame BITCH!")
Und jetzt steht Ike da, ach, das hat ja herrlich gepasst.

2 Kommentare 11.4.07 06:03, kommentieren

Frohe Ostern

an alle Daheimgebliebenen! Das Gute an Good Friday ist, dass alle Pubs geschlossen haben und ich somit einen Tag frei habe (was aber auch wieder das Schlechte ist, da man zum Freitag nicht fortgehen kann). Deswegen wurde die Fahrt nach Perth auf naechstes Wochenende verschoben, an dem ich ja sowieso dieses wunderschoene Kaff verlassen werde. Stattdessen geht es bereits Vormittag mit einem Fisch-BBQ los und ... der Fisch muss ja auch schwimmen. (War mir uebrigens total neu, dass Katholiken am Karfreitag Fisch essen sollen, wahrscheinlich wegen diesem Christus-Symbol bla bla bla).

1 Kommentar 5.4.07 07:56, kommentieren

Beim Schafe scheren

Nachdem ich mal wieder einige Streitereien mit meinem Boss hatte, habe ich anstatt eines Freitag- oder Samstagabends, um den ich gebeten hatte, den ganzen Mittwoch und Donnerstag frei. Toll, was tun, wenn alle arbeiten? Sich von jemanden auf Arbeit mitnehmen lassen. Zwar musste ich dafuer schon um 6 aufstehen, aber besser als den ganzen Tag rumgammeln. Somit stand ich dann gestern frueh in der Scherfabrik einer meiner Gaeste. War echt ne Abwechslung und ich habe es mir viel stinkiger vorgestellt. Schafe scheren an sich ist ein Knochenjob (ich hatte sogar Probleme ein Schaf in ein Gatter zu bewegen, da sie so schwer und aufgrund der fetten Wolle nicht greifbar sind). Deswegen koennte ich wohl niemals ein Schaf so bezwingen, um es scheren zu koennen. Der Rest ist easy. Man sammelt das Fleece mit den Hinterbeinen zuerst auf und wirft es (mit einer speziellen Technik allerdings) auf einen Tisch, wo Verkrustungen aller Art (Schweiss, Blut, Markierung) abgezupft werden. Dann wird die Wolle zu Ballen mit je 70kg gepresst. Nach der Qualitaet (die reine, verkrustete oder Bauchwolle) richtet sich dann der Verkaufspreis.
Je weiter der Tag fortschritt, umso bockiger und zappliger wurden die Schafe und desto mehr Blut ist geflossen. Eines wurde so verletzt, dass der Scherer Nadel und Faden gezueckt hat und es einfach zugenaeht (wie ein Stueck Stoff) hat.

1 Kommentar 29.3.07 08:31, kommentieren

Neues aus Narrogin

... gibt es nicht viel. Habe mir gestern mal einen Tag frei gegoennt. Allerdings ist es ganz schoen fatal, wenn man in der prallen Sonne einen feuchtfroehlichen Abend einlaeutet. Diesmal habe ich zum ersten Mal auf der anderen Seite der Bar gesessen, was eindeutig bequemer ist.
By the way, mein Boss hat mich gefragt, ob ich denn meinen Job mag und bla bla bla. Habe a bissl herumgedruckst (wegens der Bezahlung). Da haut er doch raus, dass er gern zwei Wochen, bevor ich gehe, ein anderes Maedel von der Agentur vermittelt bekommt, damit ich sie trainen kann. Was denn bitteschoen? Bier zapfen??

22.3.07 03:57, kommentieren

Middle of Nowhere

Habe gerade mal so erfahren, dass in diesem wunderschoenen Kaff nicht mal einen Computer mit USB-Access fuer die Oeffentlichkeit gibt. Nun ja, da muss ich wohl bei irgendjemanden privat Fotos hochladen (wenn ich denn mal welche gemacht habe).
Ansonsten hat sich die Lage hier akklimatisiert und das Leben verlaueft wieder in normalen Bahnen.
Sonntag bin ich mal aus der Stadt rausgekommen. Aber es ist echt so, man faehrt 30km und erreicht ein Dorf mit 20 Haeusern, nem Pub und einem Convenience-Store. Das ist nicht den Sprit wert. Jetzt weiss ich, dass ich in einem der groesseren Provinznester gelandet bin.

14.3.07 02:18, kommentieren

Ernuechterung

Eigentlich hat es nur Trouble gegeben, seit ich hier bin. Staendig Streitereien und krumme Deals mit dem Lohn ( oder gar kein Lohn am Zahltag). Ist nicht so lustig hier. Generell sitzen in der Bar irgendwelche alten Kerle ab 10 Uhr morgens und spaetestens um 14 Uhr kann ich sie nicht mehr verstehen.
Die Jugend ist ganz in Ordnung, habe durch meine Kollegin Kelly ein paar Leute kennengelernt, sie sind nur schrecklich gelangweilt und desillussioniert.
Vermutlich werde ich hier bis naechsten Dienstag verweilen und dann meinen Lohn abholen und das Weite suchen. Fuer einen Hungerlohn muss ich nicht hier abquaelen.

2 Kommentare 7.3.07 04:35, kommentieren